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Die Botschafter

von Roman Reischl
DIN A 5, ca. 166 Seiten.
Preis: 14.90 Euro
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Inhalt "Die Botschafter":

Mit viel Humor und ein wenig Ironie verbindet Roman Reischl in diesem Buch Science Fiction, Religion und Geschichte miteinander und lässt altbekannte Charaktere neuen Leuten begegnen und Abenteuer erleben.

Die Geschichte aus der Sicht des Autors soll auf keinen Fall irgendeine Religion in Frage stellen, vielmehr versuchen zu zeigen, dass verschiedene Weltanschauungen stark zusammenarbeiten könnten. Weiterhin werden alte Werte gelobt und mit einer modernen Sprache versehen ist dieses Buch eine Anregung an die gesamte Gesellschaft.

Leseprobe "Die Botschafter":

Es herrschte eine Hitze und Kälte zugleich . Es schien unglaublich heiß zu sein und doch zitterte ich am ganzen Körper und hätte mir gewünscht, dass mich jemand zudecken würde. Ich machte die Augen auf und spürte den Sand in meinen Wimpern, die geschockt von der Helligkeit im gleißenden Sonnenlicht zuckten. Wo auf dem Planeten ich gelandet war, wusste ich noch nicht genau, aber so weit das Auge reichte: Sand und abermals Sand. Die Dünen waren weiß und hoch. Der Geruch von unendlicher Einsamkeit lag in der Luft. " Da hat er sich aber etwas Tolles einfallen lassen", dachte ich mir und fing an, mich aufzurappeln und los zu marschieren. Mir war nun nicht mehr ganz so kalt und ich wollte sehen, ob ich einem lebenden Wesen begegnen würde.
Es dauerte nicht sehr lange, da sah ich in der Ferne ein Flugobjekt. Ich bekam also noch niemanden zu sehen, aber Yulissa musste Bewohner haben, sonst wäre ich nicht hierher geschickt worden. Die begehrte ich nun aufzusuchen. Ich hatte nicht genügend Informationen über den Wasserplaneten Yulissa, jedoch stellte ich schnell die These auf, dass das Wasser auf diesem Planeten wenigstens teilweise unterirdisch fließen müsste, denn es war noch immer nicht viel mehr zu sehen als die schier endlosen Dünen.

Nach meinem Zeitplan war es ungefähr 17 Uhr und ich beschloss, noch circa 2 Stunden weiterzuwandern und anschließend mein Lager aufzustellen, falls bis dahin keine bewohnte Siedlung kommen würde.

Es dauerte nicht einmal 30 Minuten, als am Horizont Wälder auftauchten. Der Blick über die Dünen bis zu den fernen Wäldern war wunderschön, denn in diesem Moment begann die Sonne langsam unterzugehen. Es war zwar nicht mein erster Sonnenuntergang, aber auf allen Planeten, auf denen ich bisher gewesen bin, war die Sonneneinstrahlung verschieden, denn bewohnte Planeten sind in verschiedensten Sonnensystemen und ich habe oft die Reise angetreten. Dazu kommt nicht nur, dass es verschiedene Sonnen waren, sondern auch immer wieder andere Abstände der Planeten zu jenen Sonnen, ebenso waren die Planeten verschieden groß und sie umrundeten ihre Sonnen in verschiedenen Zeiträumen. Yulissa ist sehr groß und braucht 2 irdische Jahre, um die Sonne ihres Systems zu umrunden. Die Bewohner hier mussten wohl sehr lange Sommer und Winter bewältigen.

Der Wald kam nun näher und ich beschloss sogleich, bis dort hin zu wandern und dort alles für die Nacht vorzubereiten und mich auf die Länge der Tages- und Nachtzeiten einzustellen. Während ich wanderte, überlegte ich, wie tief man wohl graben müsste, um das Wasser des Wasserplaneten Yulissa zu Gesicht zu bekommen. Ebenso begleitete mich das Verlangen nach etwas Essbarem, worüber ich mir aber keine großen Sorgen machte, denn der Wald war nunmehr knapp eine Stunde Marsch entfernt.

Die Dämmerung ging langsam in Dunkelheit über, als ich einen schmalen Fluss überquerte. Ich sah in etwa 50 Metern flussaufwärts einen kleinen Damm aus einem mir noch unbekannten und nie gesehenen Material, der mir bestätigte, dass die Yulissaner in der Nähe waren und eine Siedlung wohl nicht in all zu weiter Ferne lag. Ich durchquerte ein Moor und war nun am Waldrand angelangt. Es war mittlerweile sehr dunkel, aber ich fand einen Hain und schlug das Nachtlager auf. Meine Behälter hatte ich mit Wasser aus dem Fluss gefüllt und zu Essen gab der Wald reichlich her. Beeren, Pilze, einige Tiere, die bereit waren, als Nahrung zu dienen und reichlich trockenes Feuerholz.



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